Wohnen und Natur ist in Sande möglich

Sander SPD setzt weiter auf Dialog für eine Lösung

„Endgültig entschieden ist noch nichts, aber der Gemeinderat hat mit
dem einstimmigen Beschluss zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen
Bebauungsplans auf der Friedhofserweiterungsfläche im Ortskern der Gemeinde
Sande ein Verfahren mit breiter Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet“, so Sandes
SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hanno Jelken-Herfurth.

 

Der Sander SPD ist die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung wichtig und die vielen Gespräche der letzten Wochen zeigen auch die Notwendigkeit deutlich auf.

 

Seit vielen Jahren geht es um die Schaffung zusätzlicher Bauplätze in der Gemeinde. Dies ist in den Ortsteilen Neustadtgödens, Cäciliengroden, aber auch im Ortsteil Sande immer wieder gelungen. Der Bedarf nach Bauplätzen gerade im Ortsteil Sande ist aber immer noch groß.

 

Die Entwicklungsmöglichkeiten sind durch Bahn, Kanal, Autobahn, Flugplatz, Landes- und Kreisstraße sehr eingegrenzt. Auch der unverzichtbare Hubschrauberstandort am Nordwest-Krankenhaus begrenzt die Fläche.

 

Das Ziel der evangelischen Kirchengemeinde, die Friedhofserweiterungsfläche für eine Wohnbebauung an die Volksbank zu veräußern, würde hier eine Möglichkeit in Sande eröffnen. Dazu ist aber auch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans notwendig. Nur dadurch könnte dort Wohnraum geschaffen werden.

 

Entschieden ist mit dem Beschluss des Sander Gemeinderates noch nichts. Bewusst wird in einem sehr frühen Stadium die Öffentlichkeitsbeteiligung ermöglicht. So können bereits während der Planungsphase Rückmeldungen von Behörden, Gruppen und einzelnen Personen eingebracht werden.

 

„Wir wollen die Argumente natürlich aufgreifen, aber Ziel ist dabei, einen klugen Kompromiss zwischen der Schaffung von Bauplätzen und Wohnraum und den Belangen des Naturschutzes und der von der Veränderung betroffenen Anwohner zu ermöglichen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Sander SPD Achim Rutz. Das lässt Spielraum für unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Dies wurde auch in einem persönlichen Gespräch mit Bürgern vor Ort auf dem Gelände erörtert.

 

Dabei sind auch weitere Teile des Friedhofsgeländes in den Blick genommen worden. In einem weiteren Gespräch mit den Bürgern und der Kirchengemeinde soll überlegt werden, wie dadurch der Erhalt und die Entwicklung von Naturraum und die Möglichkeit von Bauplätzen auf dem ehemaligen Friedhofserweiterungsgelände ermöglicht werden kann.

 

Die SPD könnte sich auch vorstellen, dass dann am Ende vielleicht weniger Grundstücke als bisher geplant entstehen, Teile der Fläche weiterentwickelt werden können und die Belange der Anwohner besser in einer Lösung berücksichtigt werden.

 

Natürlich bedeutet die Bebauung auch Veränderung für die Anwohner in diesem Gebiet. Wo heute keiner wohnt, sollen morgen Wohngebäude entstehen. Das war einer der Gründe für eine frühzeitige Eingrenzung der Bebauungsmöglichkeiten. So wird z.B. nur ein Vollgeschoss zugelassen, um die Höhe klar zu begrenzen. Aber Veränderung bringt das natürlich trotzdem mit sich. Da entstehen natürlich neue Nachbarschaften.

 

Auch die Fragen zur notwendigen Entwässerung, Straßenanbindung, mögliche entstehende Schäden an den Straßen während der Bauphase müssen im Detail besprochen und geklärt werden. Wir würden uns freuen, wenn es gelingen würde, mit den direkten Anwohnern zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen.

 

Mit einem endgültigen Beschluss des nächsten Gemeinderates ist erst Ende 2022/Anfang 2023 zu rechnen. Das zeigt, dass sehr viel Zeit für Diskussion und Beteiligung bleibt. Die werden wir nutzen!