Mehrgenerationenhaus, Dorfladen, Weltnaturerbeinformation passen zu Cäciliengroden 

Sander SPD sieht Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des Dorfgemeinschaftshauses 

 

„Das direkte Gespräch vor Ort haben die Sander Sozialdemokraten ein weiteres Mal genutzt, um in Cäciliengroden auch über die Perspektiven des Dorfgemeinschaftshauses zu sprechen“.

„Ich selbst kenne das Haus aus unzähligen Veranstaltungen schon seit meiner frühen Jugend“, so die SPD-Ratsfrau und Bürgermeisterkandidatin Annika Ramke im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Für die Cäciliengrodener ist es nicht nur ein Ort zum Feiern oder ein Treffpunkt, sondern ein fester Bestandteil des Ortes. Im Gespräch wurde noch einmal an den gemeinsamen Kampf gegen den Baustopp zur Deicherhöhung erinnert. „Vor 25 Jahren hatten sich mehr als 16.000 Menschen mit Fackeln auf dem Deich versammelt. Das hat nationale Aufmerksamkeit für den kleinen Ort mit sich gebracht“, erinnert sich Sigfried Willmann.

 

„Deich, Weltnaturerbe und die überwältigende Solidarität bei der damaligen Auseinandersetzung sind für uns ein interessanter Aspekt für eine mögliche Weiterentwicklung des Dorfgemeinschaftshauses. Hier könnte ein wichtiger Informationspunkt für die vielen interessierten Besucher unserer einmaligen Landschaft sein. Als Biosphärenreservatsgemeinde haben wir mit dem Salzwiesenlehrpfad hier in Cäci schon jetzt eine Besonderheit“, so Isabel Bruns.

 

Olaf Lies erinnerte an Gespräche und Veranstaltungen aus dem Jahr 2005: „Damals haben wir als SPD mit den Bürgern über ein Dorfladenkonzept für Cäciliengroden diskutiert. Das Interesse war da, aber zur Umsetzung ist es nicht gekommen. Heute, 15 Jahre später, bietet vielleicht die Diskussion um die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses noch einmal eine neue Chance. Die Zeiten haben sich verändert, die Bevölkerung ist älter geworden und möglicherweise kann sich in Verbindung mit einem kleinen Café hier ein echter Kommunikationsort entwickeln“, so Ratsherr Lies.

 

Mit einer Landesförderung von jährlich 4 Millionen Euro sollen innovative Projekte zur Förderung der Integration und Teilhabe in unseren Gemeinden unterstützt werden.

Auch das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus Miteinander-Füreinander“ scheint geeignet, hier eine Weiterentwicklung zu einer bedarfsgerechten, zukunftsfähigen Einrichtung zu fördern.

 

„Wir unterstützen Projekte, die das Miteinander stärken, genau darum geht es auch Vielen in Cäciliengroden“, so Lies. „Der Antragsschluss für die Landesmittel ist zwar für dieses Jahr vorbei, aber im Frühjahr 2022 starten wir die nächste Runde. Bis dahin könnte ein solches Konzept vielleicht schon stehen.“

 

Und Hanno Jelken geht noch einen Schritt weiter: „Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr und eindrücklich die Bedeutung von guter Nachbarschaft vor Augen geführt. Gute Nachbarschaft ist ein wichtiges Bindemittel unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Schlüssel für ein sicheres und gutes Lebensgefühl in unseren Dörfern. Das beginnt natürlich oft schon am Gartenzaun. Auf Landesebene hat Olaf Lies als Bauminister bereits ein breites Bündnis auf den Weg gebracht, aber wir können das ganz praktisch auch hier vor Ort leben.“

„Natürlich werden wir aber auch in die Substanz des Hauses investieren müssen. Daher sollen diese Ideen und Konzepte im Arbeitskreis Dorfgemeinschaftsanlagen des Gemeinderates diskutiert werden. Der AK wird nach abgeschlossener Analyse des Bestandes und der Bedarfe nun im nächsten Schritt interessierte Vereine, Institutionen und auch einzelne Bürgerinnen und Bürger zur aktiven konzeptionellen Arbeit einladen. Hier wird sicher auch die sehr engagierte Interessengemeinschaft zum Erhalt des DGH Cäciliengroden ihre Ideen und Vorstellungen einbringen wollen. Wichtig ist, dass wir bis zu den Haushaltsberatungen Ende des Jahres schon eine erste Grundlage haben. Ich habe den Eindruck, dass gerade in den letzten Monaten viele neue Ansätze und Überlegungen entwickelt worden sind“, so Annika Ramke.