Wir haben fertig…

„Wir haben fertig!“ trifft es nicht ganz, aber mit der Umgestaltung des Rathausvorplatzes und der Verbindung zum Marktplatz als „Ortskern“ endet für die Gemeinde Sande die Teilhabe am Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen.

Begonnen hat alles in 2007, als Sande in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde. Unter Mitarbeit etlicher Sander Bürgerinnen und Bürger in zahlreichen Arbeitskreissitzungen und großem administrativen Aufwand wurde damals ein „Dorferneuerungsplan“ erarbeitet. Nach Prioritäten geordnet enthält er 51 Maßnahmen, die im Jahr 2009 vom Land Niedersachsen genehmigt wurden. Der Förderzeitraum wurde zunächst bis 2016 festgelegt und auf Antrag bis Ende 2018 verlängert.

Bis dahin wurden folgende Maßnahmen aus dem Katalog umgesetzt:

Sanierung der Danziger Str. und der Graftanlage Altmarienhausen (2009)

Sanierung der Remise in Altmarienhausen (2010)

Sanierung des 1. Teilstücks Berliner Str., Königsberger Str., des Parkplatzes und Attraktivitätssteigerung Sander See (2011)

Sanierung 2. Teilstück Berliner Str. (2012)

Sanierung Dachflächen Marienstübchen und Nebengebäude Altmarienhausen (2015)

Sanierung Fassade Jugendzentrum (2016)

Sanierung Reststück Berliner Str. (2016/17)

Für diese Maßnahmen wurde bei einem Gesamtaufwand von 1,3 Mio € eine Fördersumme von 534 Tsd. € generiert.

Die anschließend gestellten Anträge zur Fortführung der Sanierung in Neufeld II wurden abgelehnt, da die zwischenzeitlich geänderten Förderbedingungen des Landes reine Straßensanierungsmaßnahmen nicht mehr zuließen.

Vor die Wahl gestellt, das Programm ohne weitere Förderprojekte zu verlassen oder doch noch zu versuchen, einige Maßnahmen aus dem Katalog zu verwirklichen, hatte die SPD-Fraktion sich im Februar 2019 entschieden, noch zwei Maßnahmen der Priorität A, die relativ geringe Eigenmittel verursachen würden, zu beantragen.

Dabei handelte es sich um die Maßnahmen KatalogNr.2 und 27 „Ausgestaltung des Ortskerns zwischen den beiden Einmündungen der Straße Am Markt (2) iVm Anlegen eines Rathausgartens (27) sowie um die Maßnahme KatalogNr.3 „Gestaltung des Ortseingangs Süd“.

Beide Maßnahmen mussten wegen des zeitlichen Abstands zur ursprünglichen Planung planerisch überarbeitet werden, auch mit dem Auftrag, eine kostengünstigere Ausführung zu erreichen.

Von den eingereichten Anträgen wurde leider nur die Maßnahme KatalogNr.2 in Verbindung mit Nr.27 genehmigt.

Diese sind nun weitestgehend abgeschlossen, einige zusätzliche Sitzgelegenheiten und ein Klettergerüst kommen sehr bald noch hinzu.

Die folgende Beschreibung der Maßnahmen aus dem März 2009 zeigt, dass hier ein langfristig angelegter Plan verwirklicht wurde, aus einem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten Wunschkatalog.

Uns war besonders wichtig, dass dieser sehr belebte Bereich zwischen Marktplatz und Rathaus neben der optischen Aufwertung verkehrssicherheitstechnisch besser wahrgenommen werden kann und die Kreisstraße hier mit der Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h für Fußgänger und Radfahrer sicherer wird.

Wir haben die Umsetzung des gesamten im Jahr 2009 aufgestellten „Dorferneuerungsplans“ immer als permanenten politischen Auftrag angesehen. Finanzielle Engpässe und veränderte Förderbedingungen haben dazu geführt, dass nicht alles und nicht im geplanten Zeitrahmen erreicht werden konnte.

Jetzt stehen wir mit einem vorzeigbaren Projekt am Ende eines langen Weges. Vielleicht bietet sich in der Zukunft die Gelegenheit mit neu aufgelegten Förderprogrammen, die noch ausstehenden Maßnahmen nach und nach umzusetzen.

Wir bleiben dran!